
Über mich
Führung kenne ich nicht aus Büchern. Sondern aus zwölf Jahren Verantwortung.
Ich weiß, wie sich Führung anfühlt, wenn alles läuft. Und ich weiß, wie sie sich anfühlt, wenn nachts um drei ein Rechenzentrum ausfällt, wenn ein Team auseinanderdriftet oder wenn eine Entscheidung von oben kommt, hinter die man sich erst selbst noch stellen muss. Heute begleite ich Führungskräfte und Teams als systemischer Business Coach — mit genau dieser Praxis im Rücken.
Mein Weg
Achtzehn Jahre habe ich im Asklepios-Konzern gearbeitet und dort verschiedene Bereiche durchlaufen. Ab 2013 war ich im konzerneigenen Rechenzentrum in Hamburg-Barmbek tätig: zunächst als Teamleiter des Serverteams, später als Abteilungsleiter des Rechenzentrums und zuletzt als Bereichsleiter IT-Infrastruktur.
Seit Anfang 2021 bin ich bei der Intreal Solutions GmbH, dem Dienstleister der HIH Gruppe. Dort habe ich zunächst als Leiter Datacenter & Cloud Competence Center gearbeitet; seit Januar 2026 verantworte ich als Leiter Service & Infrastructure Operations die Bereiche IT Service, IT Service Desk und Datacenter.
Ich habe deutschlandweit verteilte Teams mit bis zu 60 Mitarbeitenden geführt und Jahresbudgets im Millionenbereich verantwortet. Konzernstrukturen und größerer Mittelstand: Ich kenne beide Welten und weiß, wie unterschiedlich sich Führung darin anfühlt.
Meine Ausbildung — und meine eigene Erfahrung als Coachee
Seit Mai 2025 durchlaufe ich die Ausbildung zum Systemischen Business Coach bei Fischer-Epe. Die Ausbildungsinhalte sind abgeschlossen, die Abschlussprüfung lege ich Ende August 2026 ab.
Der Weg dorthin war allerdings länger. Über meine gesamte Zeit als Führungskraft habe ich jedes Jahr mehrere Einzelcoachings in Anspruch genommen und zahlreiche Workshops zu den Themen besucht, die Führung tatsächlich fordern: Kommunikation, Konfliktklärung, Change-Management, Verhandlungsführung, Bewerbungstraining.
Ich kenne den Coaching-Stuhl also von beiden Seiten. Ich weiß, wie es sich anfühlt, mit einem ungelösten Thema in eine Sitzung zu gehen — und was einen guten Coach in diesem Moment ausmacht.
Mein Führungsverständnis: Servant Leadership
Ich verstehe Führung als Dienst am Team. Das Team ist nicht dazu da, mich erfolgreich zu machen — ich bin dazu da, dem Team Erfolg zu ermöglichen: Hindernisse aus dem Weg räumen, Rahmen setzen, Rückendeckung geben, Menschen entwickeln.
Wer das ernst meint, gibt ein Stück Kontrolle ab und gewinnt Wirksamkeit.
Gleichzeitig gilt: Den einen richtigen Führungsstil gibt es nicht. Servant Leadership ist meine Grundhaltung, nicht mein einziges Werkzeug. Im Alltag entscheidet die Situation — eine Störung im Rechenzentrum um drei Uhr nachts braucht klare Ansagen, die Entwicklung einer Nachwuchsführungskraft braucht Geduld und gute Fragen. Die eigentliche Kunst liegt darin, zu erkennen, was der Moment gerade verlangt.
Diese Haltung passt eng zum systemischen Coaching. In beiden Rollen geht es nicht darum, die Lösung zu liefern, sondern die Bedingungen zu schaffen, unter denen andere ihre eigene finden. Ich bringe sie in meine Teams ein — und in die Arbeit mit meinen Kundinnen und Kunden.
Warum ich coache
Ich war lange ein eher zurückhaltender Mensch. Jemand, der nicht gern auffiel, der lieber gut arbeitete als sichtbar zu sein. Wer mich heute erlebt, würde das vermutlich nicht vermuten — und genau darum geht es mir.
Diese Entwicklung ist nicht von allein passiert. Coaching hat einen großen Anteil daran, dass ich heute der bin, der ich bin. Deshalb habe ich die Ausbildung gemacht: Ich möchte das weitergeben, was mir selbst so viel ermöglicht hat.
Für mich ist Coaching in erster Linie Persönlichkeitsentwicklung. Fachliche Fragen, Konflikte, Karriereentscheidungen — das sind die Anlässe. Darunter liegt fast immer die Frage, wie jemand mit sich selbst umgeht, was er sich zutraut und was ihn hindert. Und diese Entwicklung ist nie abgeschlossen. Auch bei mir nicht.
Wie ich arbeite
Coaching heißt für mich: Ich bin Begleiter. Ich helfe Ihnen dabei, mit Ihren Themen umzugehen — ich nehme sie Ihnen nicht ab.
Die Lösung gebe ich deshalb nicht vor. Das ist ausdrücklich nicht meine Aufgabe. Ich arbeite mit dem, was Sie mitbringen — und das sind in aller Regel auch schon mögliche Lösungswege, nur eben noch nicht sortiert, ausgesprochen oder zu Ende gedacht. Sie sind die Expertin oder der Experte für Ihre Situation: Sie kennen Ihr Team, Ihre Organisation, Ihre Geschichte.
Dafür nutzen wir Formate, die Bewegung ins Thema bringen: Perspektiven wechseln, Rollen klären, Verständnis schaffen — für die eigene Position und für die der anderen. Häufig ist genau das der Punkt, an dem sich etwas löst, das vorher festgefahren wirkte.
Was ich zusätzlich mitbringe, ist Feldkompetenz: Wenn Sie von Eskalationen, Schnittstellenkonflikten, Reorganisationen oder Budgetdruck erzählen, muss ich mir das nicht erklären lassen.
Meine Haltung
Ich bin überzeugt, dass die innere Haltung des Coaches den Unterschied macht — mehr als jede Methode. Ich gehe grundsätzlich positiv in Gespräche: mit der Annahme, dass mein Gegenüber die Ressourcen für seinen nächsten Schritt bereits hat, auch wenn sie gerade nicht greifbar sind.
Diese Haltung ist keine Technik, die ich mir aufsetze. Sie entspricht mir — und die Arbeit als Coach gibt mir daraus sehr viel Zufriedenheit zurück.
Beruflich und privat lässt sich nicht sauber trennen
Ich bin daheim kein anderer Patrick als im Büro. Ich verhalte mich anders — im Freundeskreis bin ich offener als im beruflichen Kontext —, aber ich bin derselbe Mensch. Das gilt für uns alle.
Deshalb verschmelzen berufliche und private Themen im Coaching regelmäßig. Was Sie im Job nicht ansprechen, hat oft mit etwas zu tun, das lange vor diesem Job begann. Und was zu Hause Kraft kostet, sitzt am Montag mit im Meeting.
Wenn Sie mich also fragen, ob wir auch über Privates sprechen dürfen, obwohl Ihr Arbeitgeber das Coaching bezahlt: Ja. Ganz klar. Der Auftraggeber finanziert den Rahmen — über die Inhalte entscheiden Sie. Was in unseren Gesprächen besprochen wird, bleibt zwischen uns.
Was andere an mir schätzen
- Konstruktives Feedback.
- Ich sage, was ich sehe — klar, aber immer mit dem Ziel, dass mein Gegenüber danach weiterkommt. Nicht, um Recht zu haben.
- Echtes Interesse an Entwicklung.
- Die Frage, wohin sich ein Mensch entwickeln will, ist für mich keine Pflichtübung im Jahresgespräch. Sie ist der Grund, warum ich Führung überhaupt gerne mache — und warum ich heute zusätzlich coache.
- Struktur und Dynamik zugleich.
- Auch wenn vieles gleichzeitig läuft, behalte ich den Überblick und priorisiere verlässlich. Was zuerst dran ist, ist zuerst dran — und was warten kann, darf warten.
- Zuverlässigkeit.
- Was mir übertragen wird, wird erledigt. Ohne Nachfassen.
- Gelassenheit.
- Ich ruhe in mir selbst — gerade dann, wenn es hektisch wird. Das überträgt sich, in Teams wie im Coaching.
- Den Blick für das Kleine.
- Es gelingt mir regelmäßig, die kleinen Dinge im Leben wahrzunehmen und zu schätzen. Ich halte das für eine meiner wichtigsten Eigenschaften — und für etwas, das Führungskräften in fordernden Phasen oft als Erstes abhandenkommt.
Privat
Ich lebe mit meiner Frau und unserem Sohn in Hamburg-Ohlstedt und liebe meine Wahlheimat Hamburg. Verheiratet sind wir seit über fünfzehn Jahren — und ja, Familie und Führungsverantwortung unter einen Hut zu bringen, ist auch für mich eine Übung, die nie ganz fertig wird.